Trailer zum Projekt

Statement von Nina Hagen

I Remember Chernobyl

Online Video Kampagne, 2011

Konzept und Koordination
Andreas Herzau, Lukas Thiele

Produktion, Design und Animation
Lukas Thiele

Am 26. April 1986 geschah in Chernobyl/Ukraine der bis dahin schwerste Unfall in einem Atomkraftwerk. Der Unfall wurde von der internationalen Bewertungsskala für nukleare Ereignisse als katastrophaler Unfall eingeordnet.

In Deutschland und einigen Nachbarländern löste der Unfall und die resultierende radioaktive Wolke große Besorgnis und ein Umdenken über die Sicherheit atomarer Energiegewinnung aus. Für viele Menschen ist der 26. April 1986 ein Tag, an den sie sich sehr genau erinnern - vor allem auf einer emotionalen Ebene, da die Tage danach oft von Angst, Unsicherheit und Sorge begleitet waren.

Im Rahmen der Debatte um die Laufzeitverlängerung von Atomkraftwerken in Deutschland und die noch immer ungelöste Frage nach einem sicheren Endlager für den Atommüll fragt das Projekt I Remember Chernobyl weltweit Menschen nach ihrer Erinnerung an den Unfall und seine Auswirkungen auf ihr Leben. Das Ziel der Kampagne ist es, die Erinnerung an Chernobyl aufrechtzuerhalten - insbesondere für eine junge Generation, deren Geburtsjahr kurz vor oder nach dem Ereignis liegt.

Kurz vor der Veröffentlichung der Website mit rund 15 Statements und einem Aufruf zu Beiträgen zum kollektiven Gedächtnis geschah der atomare Unfall in Fukushima/Japan und das Thema Chernobyl wich in den Medien einem ebenso dringlichen und aktuelleren Fall.
Auf der Website www.blog.inamillionyears.com sind Informationen zum Projekt und die aufgezeichneten Videos zu finden.

Eine 4-Kanal-Videoinstallation zum Projekt wurde im Juni 2011 in der Ausstellung "ATLANTIS 11" während der Kunstbiennale in Venedig im Collegio Armeno gezeigt.